Ehre, wem Ehre gebührt
Januar 2008 | Meinung von Kay A. Schönewerk | Neue Artikel per Mail erhalten
Printmedien - also Zeitungen und Magazine - besitzen bei ihren Lesern eine überaus hohe Glaubwürdigkeit. Weit vor Radio- und Fernsehformaten und Unternehmenswebseiten. Dies ist das Teil-Ergebnis einer aktuellen Studie aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel. Befragt wurden deutschlandweit mehr als 800 Untersuchungsteilnehmer. Das Interessante an dieser (Diplom)-Arbeit und damit an dem für die Printmedien relevanten Ergebnis ist die Zusammensetzung der Probanden.
Es handelte sich nämlich fast ausschließlich um sogenannte Heavy-Internet-User, im Alter zwischen 20-39 Jahren, mit einem höheren und hohen Bildungsstand. Also diese jungen und sehr stark internetaffinen Nutzer - 96 Prozent davon bewegen sich fast täglich im Internet - schätzen die Glaubwürdigkeit von Magazinen und Zeitungen (auch aus Unternehmerhand) als deutlich höher ein, als Content aus dem Internet. Die Studie begründet dieses Ergebnis vor allem mit “der generell geringen Glaubwürdigkeit des Mediums Internet” - ein Fakt, den schon mehrere wissenschaftliche Arbeiten übereinstimmend festgestellt hätten.
Wie dem auch sei. Aber wenn relativ schlaue, junge Heavy-Internet-User eine solch’ hohe Meinung von gedruckten Publikationen haben, dann müssen sich die Publisher keine Sorgen um ihre Zukunft machen…
Ähnliche Artikel (tag-basiert):
- Keine


Publishing Lounge







