Freude, schöner MTU-Report…
Mai 2008 | Meinung von Tom Schoener | Neue Artikel per Mail erhalten
Wenn ich es könnte, wäre es nun an der Zeit, eine Ode, eine Hymne oder ein Loblied zu verfassen, denn vor mir liegt das bisher am besten gemachte Magazin auf dem Schreibtisch – der aktuelle Ausgabe des Report von MTU Aero Engines.
Bereits auf den ersten Blick überzeugt das Magazin durch seine Optik. Wunderbare Bilder im gesamten Heft – auch wenn sich die Motive wiederholen, was bei der Thematik logisch und auch sinnvoll ist – der Wechsel zwischen Fotos, Freisteller und Bildmontagen erfreut den visuellen Sinn des Betrachters im höchsten Maße.
Hinzu kommen gut konstruierte Fotomotive, die eine weitere Themenwiederholung dergestalt verarbeiten, dass man die Originalität freudig anerkennt. Ein schönes Beispiel hierfür wäre die Integration eines Triebwerkes in die Szenerie eines Formel 1-Boxenstopps und zwar an die zentrale Stelle des Geschehens, an der sich üblicherweise der Bolide befindet. Schlau gemacht, Respekt.
Große Bilder, die über den Seitenbruch gehen, sind mit einer Ausnahme so angeordnet, dass kein wesentliches Detail des Motivs im „Krater“ verloren geht. Dass diese Bilder zudem die Texte in ihrer Aussage unterstützen, ist uns einen weiteren Vers im Loblied wert.
Die nächste Strophe widmet sich den Texten. Das Unterfangen, ein Fachthema journalistisch aufzuarbeiten, ist prinzipiell wohl einer der schwierigsten Prozesse innerhalb der Textproduktion. Es gilt Fachinformationen aus der dem Laien unverständlichen elitären Fachsprache in eine verständliche Allgemeinsprache zu transferieren, ohne damit inhaltlich inkorrekt zu werden. Die Macher von Report schaffen genau diesen Spagat und haben Texte kreiert, die eine Fachkompetenz ausstrahlen und zugleich einem am Thema interessierten Leser verständlich sind.
Insgesamt ein sehr gelungenes Produkt und die kleinen Kritikpunkte, wie partiell recht knapp bemessener Weißraum oder der minimalistische Einsatz von Schriftarten sind letztlich auch Geschmackssache.
So und jetzt das Ganze in ein anständiges Versmaß mit ein paar Reimen, aufgeschmückt durch ein paar Alliterationen, Metaphern und dergleichen – dann hätten wir es doch im Groben…
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