Rückblick: CP-Konferenz
Februar 2009 | Meinung von Annegret J. Freitag | Neue Artikel per Mail erhalten
Ortstermin: Hamburg, Medienstadt mit Tradition – und aktuell leider richtigem Sauwetter. Der malerische Blick über die Alster lohnte sich daher kaum für die Teilnehmer der EUROFORUM-Konferenz zum Thema „Kundenmagazine“, die Anfang dieser Woche CPler, solche, die es werden wollen, und interessierte Anwender versammelte.
An zwei Tagen drehte sich auf dem inzwischen zu einem veritablen Branchentreffpunkt gewordenen Fachkongress alles um CP-Medien, die aktuellen Trends in diesem Bereich und vor allem um die Gretchenfrage: Wie hältst du’s mit dem Internet? Dass diese Debatte zu einem regelrechten Glaubenskrieg werden kann, soll demnächst unser Thema sein. Kaum ein Unternehmen – und erst recht kein Dienstleister – kann sich jedoch vor dem Online-Kanal drücken, zumindest das stand in Hamburg ziemlich schnell fest.
Nachdem man sich eingangs, souverän-pointiert geleitet von Thomas Schmitz, anhand aktueller Studien versichert hatte, dass das viel beschworene Branchenwachstum weiter anhält, folgten Fachvorträge und Diskussionen. Vor allem letztere wurden mitunter sehr leidenschaftlich geführt – was bewies, dass Herzblut beim Blattmachen eben eine große Rolle spielt. Wenn Verlags-Töchter sich auf einmal im selben Marktsegment sehen wie Werber – beziehungsweise von beiden Seiten in den Markt gedrängt wird – und journalistische Qualität zwar gepredigt, aber aufgrund von Marketingbotschaften nicht gelebt werden kann, wenn Anzeigenplätze zu fragwürdigen CP-Spielstätten werden, dann ist halt auch viel Diskussionsbedarf gegeben. Der denn auch reichlich erfüllt wurde, vor allem im Rahmen einer Premiere des Fachkongresses: In einer Podiumsdiskussion brachten die Referenten die Frage „Print vs. Online“ auf den Punkt.
Darüber hinaus gab das Event einmal mehr einen Überblick über die Trends im Corporate Publishing – und stellte anhand zahlreicher Best-Practice-Beispiele dar, wie denn all die Theorie auch in der Praxis funktionieren kann. Neben Tendenzen in Richtung Web war seitens der Teilnehmer insbesondere die Nachfrage nach Tipps für die praktische Umsetzung von CP-Projekten groß – ebenso das Interesse, den Termin zum Networking zu nutzen. „Ich denke, wir konnten auch in diesem Jahr wieder spannende Themen setzen und dem Fachpublikum eine Plattform für einen wertvollen Austausch bieten“, resümierte der Kongress-Vorsitzende Schmitz nach zwei Tagen Euroforum in der Hansestadt.


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