Fotomagazin im Retrostyle
Februar 2009 | Meinung von Anja Rettmann | Neue Artikel per Mail erhalten
Im Einzelfall meist ansehnlich und ausdrucksstark, in der Gesamtheit eher eintönig, abgenutzt und langweilig – die Rede ist von Schmuck- beziehungsweise Featurebildern. Man kennt sie nicht nur, man hat sie sich oft übersehen: die Puzzleteile, Glühbirnen, Notebooks oder Tastaturen. Oder die strahlenden Kinderaugen. Oder die auf Teufel komm raus harmonisch-glücklichen, gestellt ungestellten Familienschnappschüsse. Beweise? Allein zum Thema Businessmen-Handshakes hier, hier und hier.
Gleichzeitig modern und altmodisch wirkend, interessant in der Intention und insgesamt sehr erfrischend überrascht nun die „Image Post“, das neue Kundenmagazin von der Bildagentur F1online. Um kontinuierlich neue Fotografien und Trends aus der Branche vorzustellen sowie mit themenspezifischen Aktionen auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen, will sich die Agentur künftig zweimonatlich an ihre Kunden und Interessenten richten.

Die erste Ausgabe der Image Post, eine Reminiszenz auf das „Handbuch für die gute Ehefrau“ aus den 50er Jahren, spielt gekonnt mit der Mixtur von klassischem Rollenklischee der lieben Hausfrau und postmodernem Haushaltsmann. So geben Bild und Text auf amüsante Weise die Inhalte der ursprünglich in der britischen Zeitschrift „Housekeeping Monthly“ erschienenen Tipps wieder – von „Halten Sie das Abendessen bereit“ bis „Machen Sie sich schick“. Ein thematisch passender Retrostyle in Farb- und Schriftauswahl runden das Bildmagazin ab, das neugierig macht auf die nächste Ausgabe. Diese soll – was in der gegenwärtigen Situation zu überspitzten Darstellungen geradezu schreit – unter dem Credo „Good News“ stehen. Wir sind gespannt.


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