Kommentiert: “Die Zielgruppe hinter der Zielgruppe”
August 2007 | Meinung von Vicki Prosiniga | Neue Artikel per Mail erhalten
Kundenservice wird bei Vodafone scheinbar ganz groß geschrieben: Denn schließlich gewann der Mobilfunkanbieter bereits zum fünften Mal in Folge den Hotline-Test des Telekommunikations-Magazins „Connect“ und erreichte als Einziger das Prädikat „sehr gut“.
Und damit das auch jeder Journalist im Lande erfährt, lobt sich das Unternehmen in einer Themen-Beilage des “Journalist” permanent selbst: Vodafone ist toll, Vodafone ist Vorreiter und Vodafone ist das beste Unternehmen sowieso der coolste Arbeitgeber auf der ganzen Welt - und darüber hinaus!
Doch bei allen Lobeshymnen findet der geneigte Journalist eines nicht: Die Kunden des Mobilfunkanbieters. Kein einziges Statement. Nicht einer äußert seine Zufriedenheit - über den Pionier, den Weltmarktführer, über den Mobilfunk-Gott im unendlichen Weltenall. Man könnte glatt denken, das Unternehmen hätte etwas gegen die Meinung seiner Kunden…
Lerne! Auch wenn Publishing-Produkte für die Zielgruppe “Journalisten” gemacht werden, muss das herausgebende Unternehmen an die Zielgruppe der Zielgruppe denken, um die eigentliche Zielgruppe - also den Journalisten - zu überzeugen. Lobende Aufsichtsräte, selbstverliebte Bereichsleiter und vor Stolz nur so strotzende Geschäftsführer reichen da jedenfalls schon lange nicht mehr!
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