Abgeschobenes Pixel-Blondchen
August 2007 | Meinung von Jacqueline Barth | Neue Artikel per Mail erhalten
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Was macht eigentlich Robert T-Online? Sie wissen schon, dieses Pixel-Blondchen mit den strahlend blauen Augen, das von 2000 bis 2003 im Dienst der Telekom durchs Netz gesurft ist. Exakt die hat ihn nun nämlich auch endlich mal ausfindig gemacht, in ihrem aktuellen Mitarbeitermagazin. Nachdem sie ihn ja vor vier Jahren sang- und klanglos abgeschoben hatte.
Und was soll man sagen: Robert lebt und es geht ihm gut. Bei “Second Life” genießt er seinen virtuellen Ruhestand auf einer Finca in Strandnähe. Schauen Sie doch gleich mal nach! Möglicherweise treffen Sie ihn ja?! Vielleicht aber auch noch andere. Die sich ganz freiwillig ein zweites Leben dort aufgebaut haben. Wie Rainer Calmund. Löblich ist das. Und sollte Schule machen.
Denn bei so manch anderem wäre es noch viel, wirklich viel wünschenswerter. Die könnten dann ihren Senf in der virtuellen Welt abgeben und uns damit hier verschonen. Der eine oder andere Politiker zum Beispiel. Manch einem auch zum Trost. Ob man da bayrisch versteht?
Aber auch so manch anderer mehr oder weniger Prominenter sollte es zweifellos tun. In der virtuellen Welt ist so massig viel Platz für Senf, wirklich. Für Senf der fernsehgetrauten Gülcan zum Beispiel oder den der überflüssigsten Blondine überhaupt, die unangebracht wie die schönste Stadt der Welt heißt. Der eine oder die andere würden sich sicher freuen, wenn es DSDS nur in “Second Life” gäbe. Oder wenn der nervige kleine Köter, der jeden Samstag um pünktlich neun Uhr vorm Bäcker um die Ecke die ganze Straße weckt, das in “Second Life” täte, denn dann könnte man schön ausschlafen.
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