Deutsche Post mit Stil
Dezember 2008 | Meinung von Jenny Broedner | Neue Artikel per Mail erhalten
Schneebedeckte Gipfel und Nadelwälder, die Familien einladen, spazieren zu gehen, Schlitten zu fahren und einfach einen wunderschönen Sonntagnachmittag zu genießen. Am Fuße des Berges ein mit Eisschollen bedeckter See, der zu romantischen Winterspaziergängen zu zweit einlädt. Was könnte denn idyllischer sein?
Szenenwechsel: Eine heiße Blondine im violetten Abendkleid, die so viel Bein zeigt, dass man meinen könnte, sie warte darauf, dass das nächste Auto anhält. Dabei erweckt das arme Geschöpf aber gleichzeitig den Anschein, als müsste sie jede einzelne Faser ihres Körpers anspannen, um das Gleichgewicht auf ihren Zehn-Zentimeter-Stilettos zu halten. Oder liegt ihre nicht gerade entspannte Haltung an dem Versuch die große, gelbe Plastiktasche der Postbank ins rechte Licht zu rücken?
Was die Kombination dieser beiden Motive dann noch mit Stil zu tun haben soll, dem Schriftzug, der so verloren links im Bild prangt, bleibt wohl ein Geheimnis der Deutschen Post…


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Also ich find das ziemlich in Ordnung. Nicht von der Semantik, die ist streitbar, aber doch von der Komposition. Da muss man 1. erstmal drauf kommen 2. erstmal in Szene setzen und 3. hab ich mich an Postcovern mit gelben 3,5 Tonnern und freundlichen Zustellbeamten mehr als satt gesehen.