Die vielen Gesichter des Hartmut Schlegel
Dezember 2008 | Meinung von Tina Strobel | Neue Artikel per Mail erhalten
Text-Bild-Scheren kommen in den besten Familien vor, aber dass man diese Methode zum System erhebt, würde vielleicht selbst der Tagesschau schwer fallen einzugestehen.
Das „Themen“-Magazin der Postbank jedenfalls ist da sehr konsequent - oder traut seinen Lesern einfach eine Menge an Geistesarbeit zu. Dass Asynchronität zwischen gezeigtem Bild und dazugehörigem Text häufig zu einer Überlastung des Zuschauers bzw. Lesers führt und für Verwirrung sorgt, ist eigentlich nicht neu.
So verwundet es dann auch nicht, wenn man bei der Lektüre des Magazins ein, zwei Mal verwirrt wieder zurückblättern muss. Schon wieder Herr Schlegel. Hatte sich der adrette, dunkelhaarige und glattwangige Mann nicht eben noch als Rotschopf mit Dreitagebart und Brille vorgestellt? Prankte nicht schon unter dem Bild des anderen Mannes derselbe Name, derselbe Schriftzug? Tipp-Fehler, Zufall oder Logik-Fehler meinerseits? Erst auf der letzten Seite löst sich dann das Rätsel auf.
Gestatten, Herr Schlegel, Ansprechpartner des entsprechenden Themenbereichs für die Presse. Keine direkte Verbindung mit den jeweiligen Bildern zuvor. Dafür aber wieder mit Photo. Diesmal wohl auch dem Eigenen: kurze, dunkelblonde Haare, keine Brille, Ein-Tage-Bart.
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