Ein Bild von einem…
August 2008 | Meinung von Tina Neundorf | Neue Artikel per Mail erhalten

Der GEK Teledoktor benötigt keinen Schlaf - zumindest keinen zusammenhängenden, wie jeder andere Mensch auf der Welt. Denn er ist ein echter Superheld in Weiß. Er ist der Mann, dem die Menschen mit der GEK-Chipkarte vertrauen. Deshalb sitzt der junge Doktor vierundzwanzig Stunden täglich in seinem Büro und bewacht das Telefon auf dem Schreibtisch vor sich - immer bereit abzunehmen, sollte sich das Gerät mit einem lauten Klingeln melden.
Trotzdem hält er sich jederzeit fit und gepflegt, treibt Sport zwischen seinen Medizinbüchern und dem Computer, rasiert sich und achtet darauf, dass seine Haare allzeit perfekt liegen. Ein frisch gewaschenes und gebügeltes Hemd ist für ihn ebenso selbstverständlich wie die tadellos gebundene Kravatte. Auch der blütenweiße Arztkittel darf keine Flecken aufweisen. Und sollte das Telefon einmal abgehört werden müssen, hat er das Stethoskop stets griffbereit über seinen breiten Schultern liegen.
Woher ich von all diese intimen Details über den GEK Teledoktor weiß? Ganz einfach: ich habe ihn vorhin auf einer Seite der aktuellen Ausgabe des “Gesundheit Konkret“-Magazins entdeckt. Gestriegelt und gebügelt posiert er da mit dem Handy am Ohr - ach, wie wichtig er doch ist.
Ähnliche Artikel (tag-basiert):
- Du und deine Mundfäule
- Tussis gehen halt immer
- Schizophrenie in der CP
- Ode an ein altes Frollein
- Ach ja, das Alter!


Publishing Lounge








