upside down and inside out
August 2008 | Meinung von Martin Opitz | Neue Artikel per Mail erhalten

Ersteinmal sei gesagt, dass die Theorie des Mediums -Magazin- unter anderem folgende Merkmale aufweist: Es enthält Seiten, einen Einband und man liest (in Deutschland) von links nach rechts und von vorn nach hinten. Nun belehrt uns “Piranha” eines besseren. Regeln sind geschaffen um gebrochen zu werden: Dieses Magazin hat kein Ende, sondern, und das möchte ich durch das Strecken dieses Satzes noch einmal explizit hervorheben, zwei Anfänge.
Wie man das Heft auch dreht und wendet, immer zeigt sich eines der beiden Cover, welches auf den jeweiligen Inhalt verweist. So ist es zum Einen ein Höhlenmensch im Angesicht eines Säbelzahntigers aus dem Film 10.000 B.C., der auf den folgenden Inhalt verweist: Film-, DVD-, Kinonews mit wirklich überraschend gut geschriebenen Texten, die auf kreative Art einen Spiegel der aktuellen audiovisuellen Medienwelt abgeben.
Jetzt der Kniff: Man fasse das Heft an seinen oberen Ecken an und ziehe diese in eine konstanten Aufwärtsbewegung zu sich, damit sich das sprichwörtliche Blatt wendet. Ein Patchworkbild tut sich auf, welches ganz gut verwirrt. Es ist eine Collage aus Musizierenden und Instrumenten und verweist ebenfalls auf den nun folgenden Inhalt, der sichauf doppelt so vielen Seiten wie der Filmepart ausbreitet. Nichtsdestotrotz ist auch hier der Inhalt feinstens Gelungen. Bandvorstellungen, Reporte, Termine, Festivalberichte - Musik in allen Facetten. Ich könnte noch Stunden weiterschreiben, aber schaut es euch selbst an. Der Clou ist nämlich:
Es ist kostenlos und liegt im Saturn und in “ausgesuchten Szenekneipen” aus. Und diesen stolzen Preis sollte man wirklich für dieses Druckschmuckstück aufbringen.
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