Werd´ doch endlich erwachsen, du Newsletter, du!
November 2007 | Meinung von Sandra Simon | Neue Artikel per Mail erhaltenMit Pickeln im Gesicht, zartem Flaum über der Oberlippe und schmächtigen Gesichtszügen steht er da. Er ist wahrlich noch zu jung, um alleine in der weiten Welt auszuharren - geschweige denn Geschäfte zu machen.
Doch auch “Hänschen Kleins” müssen ihre Erfahrungen machen - so zumindest sehen das die Eltern. Und mit frisch gestärktem Selbstbewusstsein und einem Hauch von “Ich-bin-doch-Wer” will er seinen Weg machen, beweisen, dass er was kann. Der “Newsletterboy” - gefühlte 17 Jahre alt - ist einer von denen, die glauben, “Weltverbesser” spielen zu müssen und dabei das Wichtigste vergessen: Qualität.
Ein Newsletter ohne ein vernünftiges Konzept, das sowohl zum Urheber wie auch zum Adressaten passt, ist vor allem eines: ein Ausdruck frühkindlicher Ausbruchphasen. Und die enden, wenn man der Super Nanny Glauben schenken möchte, auf der “Stillen Treppe”. Ungehört, in Tränen erstickt, im Hausflur. Ein tragisches Ende…
Deshalb, lieber Newsletterboy, werd doch endlich erwachsen und fang an, nach journalistischen Spielregeln (oder hier) zu spielen. Denn wenn du schon zu den Großen gehören willst, dann bitte auch richtig - mit allem was dazu gehört.
PS: Das Publisher-Herz setzt bei derartigen Angeboten kurzzeitig aus, denn für uns CPler zählen nicht nur glaubwürdige Inhalte, sondern auch ein überzeugendes, ansprechendes (!) grafisches Konzept. Aus der Erfahrung landen alle anderen Newsletter ungelesen im Müll.
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