Lounge-Gespräch mit Dirk Palm
März 2008 | Meinung von Kay A. Schönewerk | Neue Artikel per Mail erhalten
In einem weiteren Kurz-Interview im Rahmen der “Lounge-Gespräche” sprechen heute Kay A. Schönewerk, Geschäftsführer 4iMEDIA Corporate Publishing, und Dr. Dirk Palm vom Berliner Publishing Service Palmedia miteinander über Mehrwerte für den Leser, Qualitätssicherung im Publishing und die Einflüsse von Konkurrenz und Auftraggeber auf die tägliche Arbeit eines Corporate Publishers.
- Wie wollen Sie zukünftig die immer stärkere Gratwanderung zwischeneinem journalistischen Produkt und einem Marketinginstrument meistern? Oberste Regel: Den Leser ernst nehmen. Leser haben ein untrügliches Gespür dafür, wenn ihnen lediglich etwas verkauft werden soll. Wenn aber dem Leser ein Mehrwert kommuniziert werden kann, ist die Gratwanderung möglich.
- Was meinen Sie: Rechnen sich hohe Qualitätsansprüche in der Produktion? Ja, unbedingt. Schlecht gemachte Produkte sind schlimmer als gar keine – die Konkurrenz ist einfach zu groß.
- Experten meinen, Text und Layout müssen sich “voreinander verbeugen” - wie sind Ihre Erfahrungen? Das ist richtig. Das Layout muss Emotionen transportieren, die dann durch den Text inhaltlich unterfüttert werden.
- Was werden in Zukunft die wichtigsten Qualitätskriterien im Corporate Publishing sein? Relevante Inhalte, die nicht austauschbar sind, gutes Layout, gute Produktion.
- Warum kommunizieren Sie noch auf Papier? Wenn Sie Ihr Magazin online bereitstellen, erreichen Sie erheblich mehr Adressaten und sparen obendrein noch Unsummen bei Druck und Versand. Papier ist dann besser, wenn es gelingt, Emotionen zu transportieren. Je fachlicher es wird, desto eher wird Online relevant.
- Wie schätzen Sie die Entwicklung des Verständnisses der Auftraggeber für die Notwendigkeit journalistischer Herangehenweisen in den CP-Medien ein? Das Verständnis wächst langsam, aber stetig.
- Welche Erwartungen und Eigenschaften wird der CP-Leser der Zukunft haben? Er wird sich nicht mit zweifarbigen Schülerzeitungen zufrieden geben. Er wird schlecht gemachte CP-Produkte einfach wegschmeißen. Er will Mehrwert, der sich vom Kommunikations-Einheitsbrei abhebt.
- Welche Fähigkeiten müssen die Publisher - in den Bereichen Konzept, Text, Foto, Layout - in Zukunft haben? Sie müssen ihre Kunden verstehen, das ist das allerwichtigste.
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[…] mir fürs Schreiben ganz allgemein wünsche, nicht nur für Marketingtexte im weitesten Sinne (siehe Kurzinterview in der Corporate-Publishing-Lounge. Nebenbei gesagt, fühle ich mich in letzter Zeit fast ein wenig von Ernst verfolgt! […]