“E-Paper ersetzt nicht, es ergänzt”
März 2008 | Meinung von Kay A. Schönewerk | Neue Artikel per Mail erhalten
In einem weiteren Kurz-Interview im Rahmen der “Lounge-Gespräche” sprechen heute Kay A. Schönewerk, Geschäftsführer 4iMEDIA Corporate Publishing, und Katharina Zahner, Ressortleiterin Corporate Publishing des Bad Staffelsteiner Dienstleisters MZ-Publishing, miteinander. Das Unternehmen hat sich auf die Bereiche PR, Kommunikation und Publizistik spezialisiert. Im Gespräch geht es um Themen wie Printmedien, die Vor- und Nachteile von Onlinemagazinen und Qualitätsansprüche.
- Warum kommunizieren Sie noch auf Papier? Wenn Sie Ihr Magazin online bereitstellen, erreichen Sie erheblich mehr Adressaten und sparen obendrein noch Unsummen bei Druck und Versand. Weil jedes Medium seine Reize hat. Kurze gezielte Informationen verbreiten sich im Internet schneller. Dagegen laden Zeitungen und Magazine eher zum Blättern und Entdecken ein, als e-books. Gut gemachte Magazine sind ein Stück Lebensqualität. Werden sie dem Kunden oder Verbandsmitglied persönlich zugestellt, symbolisiert dies Wertschätzung und Zugehörigkeit. Ein Onlinemagazin kann gedruckte Magazine in manchen Bereichen nur ergänzen. Nicht ersetzen.
- Wie schätzen Sie die Entwicklung des Verständnisses der Auftraggeber für die Notwendigkeit journalistischer Herangehenweisen in den CP-Medien ein? Zur Zeit erlebe ich, dass dieses Verständnis wächst. Eine klare Sprache und ganzheitliche Auseinandersetzung mit Themen sind wieder gefragt.
- Was meinen Sie: Rechnen sich hohe Qualitätsansprüche in der
Produktion? Auf jeden Fall. Die Kunden merken die Unterschiede. Schlechte Qualität von Magazinen schadet dem gesamten Image einer Firma oder Organisation.
- Wie verstärken Sie die Leser-Blatt-Bindung? Grundvoraussetzung für die Leser-Bindung ist eine klare, unverwechselbare Linie, die über einen längeren Zeitraum durchgehalten wird. Außerdem den vorgegebenen Freiraum bei der Themenwahl ausschöpfen. Gibt es einen Aspekt des Themas der interessant ist, aber noch nicht im Focus der Öffentlichkeit stand?
- Experten meinen, Text und Layout müssen sich “voreinander verbeugen” - wie sind Ihre Erfahrungen? Sie müssen vor allem in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Unterscheiden sich die „Aussagen“ von Text und Layout, kann dies den Leser irritieren. Bewusst oder unbewusst.
- Wie begegnen Sie dem vorausgesagtem Fachkräftemangel in der
CP-Branche? Wir planen in den nächsten Jahren selbst auszubilden. Hochschulabsolventen mit breitem Interessenspektrum und journalistischer Vorerfahrung gibt es auch weiterhin. Auch ein gutes Netzwerk kann Engpässe überbrücken.
- Was kann ihr Printmedium von den E-Papern des Wettbewerbs lernen? E-Paper können im Stundentakt aktualisiert werden. Eine höchstmögliche Aktualität ist auch bei Printmedien wichtig. Außerdem den Mut zu mehr kurzen und kreativen Elementen in Text und Bild/Design.
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Lars | SEOMarketing.H