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Oliver Prange: “Wir brauchen mehr ungewöhnliche Konzepte!”

Juni 2007 | Meinung von Kay A. Schönewerk | Neue Artikel per Mail erhalten

sshot-423.jpgIn einem Kurzinterview im Rahmen unserer Schweiz/Österreich-Reihe der “Lounge-Gespräche” sprechen Kay A. Schönewerk, Geschäftsführer 4iMEDIA Corporate Publishing, und Oliver Prange, Verleger und Chefredaktor der Schweizer persönlich Verlags AG, über die Kunst, Marketing- und Redaktionsinteressen zu verschmelzen, über Online-Newsletter und darüber, dass Bilder und Texte doch in einer klaren Hierarchie zueinander stehen…

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  • Wie wollen Sie als “Magazinmacher” zukünftig die immer stärkere Gratwanderung zwischen einem journalistischen Produkt und einem Marketinginstrument meistern? Es wird immer in erster Linie darum gehen, die Leser zu interessieren, zu begeistern, damit das Magazin gelesen wird. Die Kunst ist, ein interessantes Konzept mit den Marketinginteressen geschickt zu verschmelzen. Was nicht funktioniert ist, wenn man die zu kommunizierenden Inhalte einer Unternehmung in ein Magazin verpackt, ohne an die Leser zu denken.
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  • Was meinen Sie: Rechnen sich hohe Qualitätsansprüche in der Produktion? Da eine Kundenzeitschrift Imageträger einer Unternehmung ist, sollte sie so professionell sein, wie es das Unternehmen nach aussen auch darstellen will.
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  • Experten meinen, Text und Layout müssen sich “voreinander verbeugen”, wie stehen Sie zu dieser Aussage? Der AD will möglichst Fotos, der Texter möglichst Text. Ich bin davon überzeugt, dass zunächst die Bilder den Leser reinziehen und dem Text Wertigkeit verleihen. Natürlich muss dann der Text die Erwartungen einlösen.
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  • Was werden in Zukunft die wichtigsten Qualitätskriterien im Corporate Publishing sein? Spannende, ungewöhnliche Konzepte in einer an Zeitschriften übersättigten Gesellschaft. Die Bereitschaft der Auftraggeber, sich auf ungewöhnliche Konzepte einzulassen. Letztlich sind die Anforderungen im Corporate Publising denjenigen in der Werbung nicht unähnlich, wo es darum geht, aufzufallen, aufzufallen und nochmals aufzufallen.
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  • Warum kommunizieren Sie eigentlich noch auf Papier? Online-Newsletter werden nur gelesen, wenn sie wirklich einen Informationsnutzen erfüllen. Dagegen sind Kundenzeitschriften im besten Fall so emotional und wertig, dass man sie gerne liest und anschaut, auch wenn sie nicht den unmittelbaren Informationsbedürfnissen entsprechen.
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  • Welche Fähigkeiten müssen die Publisher - in den Bereichen Konzept, Text, Foto, Layout - in Zukunft haben? Im besten Fall haben sie grosse Erfahrung im freien Markt, mussten ihre Zeitschriften an die Frau/an den Mann bringen. So haben sie ein Gespür für die Interessen von Lesern entwickelt. Und ohne Gespür geht nichts.
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  • Wie steigern Sie zukünftig die Glaubwürdigkeit ihres Magazins? Die Zeitschrift darf keine Platitüden und sinnleere Reden schwingen. Stattdessen sollen interessante Gedanken, interessante Sichtweisen, interessante Erkenntnisse vermittelt werden. ..

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