Der inhaltslose Spezialist
Februar 2008 | Meinung von Julia Haase | Neue Artikel per Mail erhalten
Oih, wen haben wir denn da? Ach, einen Spezialisten. Wie süß. Das trifft sich gut, ich bin nämlich Perfektionist und immer auf der Suche nach jemandem wie ihm. Worauf er spezialisiert ist? - Mmh, das ist schwer zu sagen. Das Bild lässt keine Schlüsse zu. Vielleicht kann er lieb gucken oder besonders gut träumen? - Nein, ich hab´s, er ist Spezialist für ein super dünnes Heftchen, das durch wenig Inhalt “überzeugt”!
Das Magazin der Brunel GmbH lädt mich zu 14 Seiten Lesespaß ein – soll ich auf diese Weise auch zum Spezialisten werden? Von 14 Seiten (!!) und drei krümeligen Artikeln werde ich auf jeden Fall nicht satt und zum Profi erst recht nicht. Oder soll mir die Überschrift doch etwas anderes signalisieren? Dass ich dem, auf dem Cover abgebildeten, leicht zynischen Lächeln vertrauen und er mein persönlicher Experte werden soll? Entschuldigung, aber Seriosität sieht irgendwie anders aus, als auf diesem Bild.
Haha, großartig ist, wie Brunel auf der Internetseite für besagten Fachexperten wirbt: „Sie suchen einen Ingenieur, Techniker, Informatiker oder einen Experten angrenzender Disziplinen wie zum Beispiel einen Wirtschaftsingenieur oder Projektcontroller für einen begrenzten Zeitraum. Oder einen absoluten Spezialisten, der dauerhaft in Ihr Team passt? Brunel findet den richtigen Mitarbeiter für Ihre Anforderungen.“ Naja, wenn das spezifische Fachwissen so enorm umfangreich ist, wie das Heftchen, dann verzichte ich gern auf den Großmeister.
Den i-Punkt bildet der gelbe Kasten, der mit 1.000 freien Stellen wirbt… Bei unserem Fachmann, oder was? Nein, im Internet – das bringt mir viel, wo ich doch gerade dabei bin, Printmedien zu konsumieren…
Ähnliche Artikel (tag-basiert):
- Keine


Publishing Lounge








