Ein Navi, bitte
August 2008 | Meinung von Tina Neundorf | Neue Artikel per Mail erhalten

Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich - wie Frauen es ja eigentlich gerne machen, nach dem Weg gefragt. Doch irgendwie musste ich es dann doch allein schaffen, mich durch die Mitarbeiterzeitschrift der Carl Zeiss Gruppe zu kämpfen.
Schaue ich mir vor allem den dreiseitigen Artikel über die “Carl Zeiss Juniorenfirma” so an, habe ich Probleme, nicht die Orientierung zu verlieren. Anders als es sonst für das Unternehmen üblich ist, achtete man hier nämlich leider so wenig auf die Optik, dass der Leser auch mit Nutzung eines (möglicherweise durch Zeiss-Technik verfeinerten) Navis den Weg durch den Textdschungel nur schwer finden würde.
“Carl Zeiss im Bild” hat bei dem dreiseitigen Bericht “Sie sind fast ihr eigener Chef” scheinbar jegliche Mittel vergessen, die dem Mitarbeiter klar machen würden, dass der Artikel nicht nach einer Seite endet, die zweite Seite keine eigenständige, kurze Unternehmensmeldung darstellt und die dritte der Story einen Abschluss geben soll. Kein Pfeil, der mir anzeigt, dass es nach dem Umblättern weitergeht, sondern jedes Blatt scheinbar eine eigenständige Geschichte mit eigener Überschrift.
In Ordnung, liest man den Text dann doch durch, wird einem klar, dass es hier tatsächlich nur um diese eine Juniorenfirma von Carl Zeiss geht. Aber dennoch bleibt ein großes Manko: vor allem die mittlere Seite hierzu leidet offensichtlich an einem lückenhaften und eher sinnentstellenden als sinnstiftenden Layout.


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