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Glossiert: SEHTEST für Mitarbeiter

Juli 2007 | Meinung von Annegret J. Freitag | Neue Artikel per Mail erhalten

jenoptik-mitarbeitermag.jpgJenoptik ist - das sagt ja schon der Name - ein Unternehmen, das optische Gerätschaften herstellt. Idealerweise solche, die zu wahrnehmungstechnischen Erkenntnissen verhelfen - vom Mikroskop bis zum Brillenglas. Weil man sich bei der Firmenleitung aber nicht darauf verlassen möchte, dass derartige Hilfseinrichtungen auch in jedem Fall in der Nähe sind, wenn einer der Jenoptik-Angestellten einen Blick ins firmeneigene Mitarbeitermagazin werfen möchte, wurde in der Gestaltung desselben kein Risiko eingegangen: Mit Lettern und Zahlen, deren schiere Größe das Hollywood-Zeichen in L.A. erblassen lassen dürfte werden die Leser - nun: Der eine würde sagen “ins Blatt gezogen”, der andere würde meinen “erschlagen”.Da braucht dann eine Überschrift schon mal die halbe Seite.

Allerdings setzt sich bei der weiteren Lektüre des Blattes zunehmend der Gedanke fest, es handle sich bei dem Heft um einen verkappten Sehtest für die Firmenmitarbeiter. Warum sonst sollten zum Beispiel Infokästen in einem schwer lesbaren Font mit winziger Schriftgröße präsentiert werden?

Und welche Herausforderung möchten die Macher ihren Lesern eigentlich mit dem ausnahmslos im Flattersatz gehaltenen Fließtext präsentieren, der noch dazu oft genug auch nach unten “ausflattert” - Stichwort ungleiche Spaltenlängen?

Fazit: Bei unterschiedlich langen Teasern, pixeligen Fotos und einer wahren Farbpalette an den schillernsten Blau-Tönen wünscht sich der Testleser eigentlich nur noch eins: Eine temporäre Erblindung.

Anm.: Der Beitrag bezieht sich auf die PDF-Version des Magazins.

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1 Kommentar »

  1. Wer glaubt, bei einem e-Magazin kann man nicht so viele technische Fehler begehen, wie bei einem Printmagazin hat zwar nicht Unrecht, aber dennoch sollte man auf grundlegende Sachen achten:

    Wer Doppelseiten layoutet und Wert auf großflächige Bilder legt, sollte auch ein Doppelseiten-PDF erstellen und nicht unsere Augen mit zerstückelten Einzelseiten irritieren, auf denen sich Bildfetzen befinden. Und auch die Dokumenteigenschaften können manchmal ganz hilfreich sein. - Also bitte, liebe W.A.F. Werbegesellschaft: Wir wollen nicht wissen wie die finale InDesign-Datei zum Magazin hieß …

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